Autor: Fuldaer Automobil-Club

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Kartklasse World Formula – Tom Remmert Deutscher Meister


Der frisch gebackene deutsche Meister 2017 der Kartklasse World Formula heißt Tom Remmert, aus Petersberg/Stöckels.

Zum Showdown kam es am vergangenen Wochenende im bayrischen Wackersdorf. Auf der modernsten Kartstrecken Deutschlands hatte sich die Elite mit insgesamt 123 Startern eingefunden. Bereits am Samstag beim Qualifying und den beiden Heats (Platzierungsrennen um Startpositionen) sicherte sich der Youngster des Fuldaer AC die Poleposition. Zum Finale am Sonntag zeigte sich dann Tom Remmert abgeklärt, nervenstark und der riesigen Belastung in jeder Situation gewachsen und gewann auch die beiden Finalläufe vor Dominik Jung, Kitzingen und Marius Preibisch aus Neuberg. Trotz Wetterkapriolen und technischen Problemen, welche durch die sehr gute Arbeit des Alljo Hima Kart Teams gelöst wurden, konnte Tom Remmert den Titel in der Deutschen Meisterschaft nach Fulda holen.

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Lennart Marioneck siegt beim GT4 European Series Auftakt in Misano


Lennart Marioneck siegt beim GT4 European Series Auftakt in Misano

Beim Saisonauftakt des GT4 European Series Northern Cup dominierte der Bamberger Rennfahrer Lennart Marioneck den ersten Lauf. Auch im zweiten Rennen zeigte er eine starke Performance und verpasste nur knapp das Podium. Zusammen mit seinem Teamkollegen Jonathan Cecotto trägt sich Marioneck in die Tabellenführung ein. 

Ein kurzer Anruf zwei Tage vor Rennbeginn, und schon fand sich der fränkische Rennfahrer Lennart Marioneck wieder hinter dem Steuer eines Rennwagens. Obwohl er sich für dieses Jahr wenige Cockpit-Chancen ausrechnete, traf ihn der Zufall. Zusammen mit Jonathan Cecotto, dem Sohn des ehemaligen DTM-Fahrers Johnny Cecotto, trat Marioneck beim Saisonauftakt des GT4 Northern Cups in einem von Reiter Engineering bereitgestellten KTM X-Bow für das RYS Team Kiska an.

Anfängliche Startschwierigkeiten

Mehr als 170 Tage war Marionecks letzter Einsatz im Reiter KTM X-Bow her. Vergangenen Oktober verlor der Unterfranke beim finalen Rennwochenende unverschuldet den Meistertitel. Die fehlende Praxis machte sich zu Beginn deutlich. Platz 16 und 21 lauteten die ernüchternden Ergebnisse nach den ersten beiden Trainings. „Es hat mir an der Vorbereitung gefehlt. Ich kam anfangs nicht schnell in Fahrt.“, so der 28-Jährige.
Doch die Enttäuschung schwappte schnell in Ehrgeiz um. Während sein Teamkollege Jonathan Cecotto im ersten Qualifying die fünfbeste Zeit erlangte, reizte Marioneck die gesamten 360 PS seines KTM X-Bows im zweiten Qualifying aus und brannte die zweitschnellste Zeit in den italienischen Asphalt. 

Marioneck und Cecotto – ein Dreamteam im Nachtrennen

Der GT4 European Cup startete mit einem Nachtrennen in die 2017er Saison. Um 22 Uhr fiel der Startschuss und 66 Rennfahrer und Rennfahrerinnen starteten auf 33 Rennfahrzeugen ins Rennen. Mittendrin: Jonathan Cecotto, der den ersten Stint fuhr. Der junge Rennfahrer tat sich anfänglich schwer. „Die anderen waren viel schneller als ich“, so der 17-Jährige. „Doch dann konnte ich überholen und meine Rundenzeiten wurden schneller.“ Als er das Lenkrad nach halber Renndistanz an Teamkollege Lennart Marioneck übergab, gab es kein Halten mehr für den durstigen Rennfahrer: Er überholte den letzten Gegner und fuhr souverän den Sieg nach Hause. „Ich bin überglücklich. Jonathan hat einen fantastischen Job gemacht. Das erste Rennen zu gewinnen hätte ich mir im Traum niemals ausgemalt“, so der überglückliche Sieger. Das Dreamteam feierte anschließend den großen Erfolg auf dem Siegertreppchen vor der stolzen Mannschaft des RYS Team Kiska.

Von Position zwei aus ging es Sonntagnachmittag ins zweite Rennen an diesem Wochenende. Lennart Marioneck startete von zweiter Positon aus und musste sich anfangs hart gegen die Konkurrenz durchsetzen. Nachdem Marioneck lange hinter einem Porsche festhing, übergab er den KTM X-Bow auf Platz vier liegend an Cecotto, der sich auf sicherem Podiumskurs unverschuldet einen Dreher einstecken musste und somit zurück auf Platz sieben katapultiert wurde. Aufgeben war nicht drin und so sammelte sich der Venezolaner schnell wieder und sicherte sich noch die sechste Position. Auch die anschließende Safety-Car-Phase und eine letzte Sprint-Runde rüttelten nichts mehr an dem Ergebnis. 
Doch der sechste Platz reichte aus, um sich die Tabellenführung zu sichern.

Renn-Zukunft für Marioneck ungewiss

Obwohl Marioneck beim ersten Lauf eine gute Performance und sehr gute Ergebnisse zeigte, ist die Zukunft für ihn im Motorsport ungewiss. „Die Finanzierung für weitere Rennen steht derzeit leider noch nicht und somit sind weitere Starts erstmal ungewiss. Ich danke Reiter Engineering für den spontanen Anruf und die Chance, mich in Misano beweisen zu können.“ 

Wie es für den Bamberger im Rennsport weitergeht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.